Cuxhaven begrüßt Genehmigung zum Bau für Liegeplatz 4

Liegeplatz 4Cuxhaven, 8. Mai 2012 – In einer feierlichen Übergabe überreichte Niedersachsens Umweltminister Dr. Stefan Birkner am 2. Mai den Planfeststellungsbeschluss zum Bau von Liegeplatz 4. Die Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven (HWG) begrüßt diesen Schritt, zumal der Bau des Liegeplatzes östlich der Schwerlastplattform seit langem ein zentrales Anliegen der Gemeinschaft darstellt.

Bei geregelter Finanzierung könnte mit der Errichtung des Liegeplatzes unverzüglich begonnen werden. Besonders die Offshore-Industrie wird von diesem Ausbau maßgeblich profitieren. Eine Vielzahl von Offshore-Windparks befinden sich bereits in der Planung – für ihre Errichtung bestehen hohe logistische Anforderungen. Die nun genehmigte Kaianlage erweitert das vorhandene Mehrzweckterminal und besteht aus dem Kaibauwerk mit einem Liegeplatz und dem Zufahrtsbereich zur Fahrrinne der Elbe. Der neue Liegeplatz ist für Mehrzweckschiffe mit einem maximalen Tiefgang von 14,30 Meter und einer Länge von bis zu 240 Metern vorgesehen. Auf einem 300 Meter langen Streifen, der parallel zum Ufer verlaufen soll, können direkt an der Kaikante Betriebs- und Lagerflächen entstehen.

Der rund 90 Seiten umfassende Planfeststellungsbeschluss war von dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erarbeitet worden, der das Genehmigungsverfahren Anfang April 2012 abgeschlossen hatte.

Dr. Andreas Schmidt, Vorsitzender der Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven: „Der Planfeststellungsbeschluss ist ein wichtiges Signal für die Erweiterung des Cuxhavener Hafens – damit herrscht endlich planrechtliche Klarheit. Unser Mitglied Cuxport befindet sich mit allen zuständigen Stellen des Landes in Politik und Verwaltung teilweise bereits seit langem in intensiven Gesprächen, um die Finanzierungsfrage zu klären. Allein durch privatwirtschaftliches Engagement aber lässt sich dieses umfangreiche Vorhaben nicht im Markt umsetzen. Daher fordern wir die niedersächsische Landesregierung erneut mit großem Nachdruck dazu auf, sich auch finanziell an den Baukosten des Liegeplatzes 4, die sich auf etwa 32 Millionen Euro summieren, zu beteiligen. In Anbetracht der durch die Energiewende bedingten Verschärfung der zeitlichen Rahmenbedingungen wäre dies ohnehin zwingend. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass die neue Anlage nicht allein dem Offshore-Bereich zugute kommen wird – auch die weiteren Basisgeschäfte des Hafens werden von der zusätzlichen Anlegemöglichkeit für Mehrzweckschiffe in hohem Maß profitieren.“

Bereits jetzt ist Cuxhaven ein leistungsfähiger Produktionsstandort für die Offshore-Windenergie. Der Standort profitiert in besonderem Maße durch seine äußerst günstige geografische Lage in der Deutschen Bucht. In dem am breiten und seeschifftiefen Wasser gelegenen Hafen behindern keine Schleusen den direkten Zugang zur Nordsee und ermöglichen so eine schnelle, barrierefreie Errichtung von Offshore-Anlagen im Meer.

Über HWG
Die Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven e.V. ist ein Zusammenschluss Cuxhavener Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen mit dem Ziel, den Hafenstandort an der Mündung der Elbe zu vermarkten und weiterentwickeln. Zudem setzt sich die HWG für die Positionierung Cuxhavens als bedeutendsten Hafenstandort für die Offshore-Windenergie in Deutschland ein.

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Jeanette Laue
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