Küstenweit im Einsatz

Interview mit Hans-Werner Monsees, Leiter des Havariekommandos Cuxhaven

Hans-Werner Monsees, Copyright: Havariekommando CuxhavenHerr Monsees, welche Besonderheiten gab es beim „Purple Beach“-Einsatz und wie haben Sie die Schwierigkeiten gemeistert?

Das Havariekommando hatte beim Einsatz „Purple Beach“ 18 Tage lang die Gesamteinsatzleitung als Deutschlands maritime Führungsorganisation für Großschadensfälle auf See. Ein nicht beeinflussbarer Faktor bei der Bewältigung derartiger Einsatzlagen ist das Wetter, das oftmals die geplanten Maßnahmen nicht zuletzt oder erheblich erschwert. Darüber hinaus war beim Einsatz „Purple Beach“ – wie bei jedem Schiffsbrand – eine erhebliche Dynamik des Einsatzverlaufes zu verzeichnen, die dem Havariekommando bei den parallel und unter Zeitdruck zu treffenden Entscheidungen und einzuleitenden Maßnahmen alles abverlangt hat. Gerade für derartige besondere Einsatzsituationen ist das Havariekommando aufgestellt worden und hat sich im Laufe eines Jahrzehntes darauf spezialisiert und Einsatzkräfte entsprechend trainiert.

Wie viele Einsätze dieser Art und dieses Umfanges gab es für das Havariekommando seit seiner Gründung 2003?

Seit dem Jahr 2003 hat das Havariekommando 60 sogenannte komplexe Schadenslagen bewältigt.

Was zeichnet Cuxhaven als Standort für das Havariekommando aus?

Das Havariekommando ist küstenweit, das heißt von der niederländischen bis zur polnischen Grenze in Nord- und Ostsee, für das maritime Notfallmanagement verantwortlich. Insofern ist ein Standort an der Küste für die Erledigung der Aufgaben sinnvoll. Im Grunde kommt es darauf an, dass wir unsere Kompetenzen an einem Ort bündeln können und die technischen Rahmenbedingungen stimmen. Nur dann können wir unseren Auftrag erfüllen.

 

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