Interview Dr. Ulrich Getsch, Oberbürgermeister Cuxhaven

Herr Dr. Getsch, sind Sie gut ins neue Jahr gestartet?

Das neue Jahr hat für Cuxhaven bereits sehr gut begonnen: Der Besuch vom Hamburger Wirtschaftssenator Horch unterstreicht einmal mehr die enge Kooperation mit Hamburg, die auch in Zukunft weiter ausgebaut werden soll. Im Vordergrund steht die wirtschaftliche Zusammenarbeit in der maritimen Wirtschaft und auch beim Thema Offshore-Windenergie.

Apropos Offshore-Windenergie: Wie bewerten Sie das Eckpunktepapier aus Berlin zur anstehenden EEG-Novelle? Erwarten Sie negative Auswirkungen für den Standort?

Der Entwurf aus Berlin hat uns etwas überrascht, da er in einigen Punkten vom Koalitionsvertrag abweicht. Entsprechend sind die Reaktionen von Industrie, Verbänden und Landespolitik, die - falls es wirklich so kommen sollte - negative Folgen für Wirtschaft und Arbeitsplätze erwarten. Einige Punkte, aber vor allem eine Absenkung der Vergütung ab 2018, können extrem negative Folgen für geplante Investitionen und Projekte haben. Das wiederum hätte negative Auswirkungen auf den Ausbau bzw. die Refinanzierung von Investitionen in die Hafeninfrastruktur.

Welche konkreten Ziele haben Sie für Cuxhaven in diesem Jahr?

Wir haben uns viel vorgenommen, insbesondere die vorhandenen Hafenflächen auszubauen, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, die hiesige Hafen- und Fischwirtschaft zu stärken. Der dringend benötigte Liegeplatz 4 wurde bereits 2012 planfestgestellt, wir werden auch in diesem Jahr weitere Gespräche führen, um die nötigen Investitionen für den Bau zusammen mit dem Land Niedersachsen und der Privatwirtschaft in Cuxhaven zu bekommen. Kurz gesagt: Wir wollen die positive Entwicklung Cuxhavens fortsetzen.

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